Am Rheinfall bei Schaffhausen

By abstelltraum

Unser heutiger Ausflug hat uns zum größten Wasserfall Europas geführt: Zum Rheinfall bei Schaffhausen in der Schweiz.

Was hier so aussieht wie eine Überschwemmungskatastrophe, ist eine Aufnahme aus einem Boot, das mitten im Rheinfall schwimmt.

Wie ist der Rheinfall entstanden?
Das erfährt man auf Infotafeln, die an der Promenade aufgestellt sind:
Vor rund 500.000 Jahren sind Gletscher von den Alpen ins Mittelland vorgestoßen und haben dabei die heutige Landschaft mit ihren Flüsse und Seen geformt. Dabei hat der Rhein mehrfach seinen Lauf geändert. Die heutige Form des Rheinfalls ist vor ca. 17.000 Jahren entstanden.

Hier ein paar Daten dieses grandiosen Naturschauspiels:
23 Meter hoch
150 Meter breit
13 Meter Beckentiefe
600.000 Liter pro Sekunde, das ist die durchschnittliche Abflussmenge


Wir waren schon früh am Rheinfall, es war noch nicht so viel los. Also gleich zum Schiffsanlegestelle, Tickets gekauft. Das Boot zum Felsen in der Mitte des Rheinfalls fährt alle 10 Minuten, Tickets kosten 4,50 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder von 6 bis 12 Jahren.
Es war ein schöner Sommertag und wir haben es genossen, wie der leichte Wind die kühle Gischt ins Boot getragen hat. Das Boot musste sich auf dem Weg zum Felsen gegen die Wassermassen ganz schön anstrengen. Geschaukelt hat es auch, die Fahrt ist nichts für Menschen, die leicht seekrank werden.
Am Felsen sind wir gleich aus dem Boot ausgestiegen und die engen, steilen Treppen bis zur Spitze hochgeklettert. Nur zu dritt standen wir da oben und haben die Aussicht und das Getöse der Wassermassen genossen. Evi, Mias beste Freundin, war mit uns in die Schweiz gekommen. Nach und nach sind dann mehr Besucher oben angekommen, so dass es ziemlich voll wurde.
Nach einigen Minuten sind wir deshalb wieder nach unten und haben uns von den Bootsstegen aus den Wasserfall angeschaut. So laut, so mächtig, so beeindruckend!

Dann ging die schaukelige Fahrt wieder zurück zur Anlegestelle, diesmal sehr schnell, da uns das Wasser ja mitgeführt hat.

So, nun ein Eis kaufen und der Uferpromenade entlang bummeln. Am anderen Ende der Promenade haben wir es uns im Schatten der Bäume an der Ufermauer bequem gemacht und haben Postkarten geschrieben. Beim Zurücklaufen zum Parkplatz haben wir immer wieder auf das großartige Rheinfall-Panorama geschaut.
Natürlich gibt es an der Uferpromenade auch Souvenir-Shops. In diesem hat sich (links) der Rheinfall gespiegelt:

An einer Brücke haben wir viele Fische im Wasser bemerkt, auch einige Enten haben da auf Futter gewartet.

Vom Parkplatz aus hat man noch einmal einen guten Überblick auf den Rheinfall.

Die Parkgebühr direkt oberhalb der Uferpromenade hat 3,50 Euro gekostet.
Auf der Heimfahrt haben wir uns bei Migros in Schaffhausen noch mit Schweizer Schokolade eingedeckt und dabei auch Familie und Freunde zuhause nicht vergessen.

Zurück ging es wieder über die Nationalstraße 4 bis zum Grenzübergang bei Neuhaus / Blumberg zurück nach Deutschland. Für die Nationalstraße Grenze – Schaffhausen braucht man keine Vignette. Der Rheinfall ist bereits vor Schaffhausen sehr gut ausgeschildert.
Ein beeindruckender Halbtagesausflug ist zu Ende gegangen und wir haben den Rest des Sommertages zuhause im örtlichen Schwimmbad verbracht.

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