Unterwegs auf der Spree

By abstelltraum

Als nächstes haben wir uns spontan für eine Spreefahrt entschieden. Wir sind mit der U-Bahn zur Friedrichstraße gefahren. Hier am Spreeufer gibt es viele Anbieter, die Spreefahrten unterschiedlicher Dauer anbieten. Wir haben uns für eine einstündige Rundfahrt entschieden. Das war im Nachhinein gesehen ein echtes Highlight unseres Berlin-Tages. Man sitzt auf dem Oberdeck, lässt sich die Berliner Luft um die Nase blasen und bekommt alles erklärt, was da so links und rechts am Ufer an einem vorbeizieht. Zwar waren inzwischen dunkle Wolken aufgezogen, aber nach drei Minuten Regen war alles wieder vorbei. Auf dem oberen Foto sieht man so einen „Spreedampfer“, wie er am Berliner Hauptbahnhof vorbeifährt.

 

  

Vom Schiff aus ergeben sich interessante Einblicke, hier zum Beispiel das Gebäude der Nikolaikirche, die zwischen den Häusern auftaucht.

Bei unserer Rundfahrt sind wir am Regierungsviertel, am Reichstag, und Bundeskanzleramt vorbeigekommen. Wir haben die Museumsinsel, den Berliner Dom, die Reste des Palastes der Republik und vieles vieles mehr gesehen.

 

 

Am Spreeufer entlang haben wir viele Standcafés und Strandbars gesehen. Am Spreeufer kann man auch schön spazierengehen oder Rad fahren. Radfahrer haben wir sehr viele gesehen in Berlin. Es gibt auch viele Anbieter, die Räder verleihen. 

 

 

Natürlich, natürlich waren wir auch an der Gedächtniskirche am Kurfürstendamm. 

 

 

Hier am Weltkugelbrunnen „Wasserklops“ vor dem Europacenter lässt es sich gut Pause machen, wie man sieht. Es war nun mittlerweile Nachmittag geworden und wir haben uns hier mit einer Berliner Currywurst gestärkt. In einem Restaurant waren wir nicht, wir haben den Tag über Snacks aus der Hand und Eis gegessen. So haben wir Zeit (und Geld) gespart. Getränke kann man überall kaufen, die leeren Pfandflaschen nehmen die Verkaufsstellen auch immer wieder zurück.

Mia hatte zum Geburtstag Geld bekommen, das sie auf dem Kudamm nun für ihre Geschenke ausgeben durfte.

 

Anschließend haben wir noch eine Tour mit der Buslinie 200 gemacht. Man kommt an vielen Botschaften vorbei, an der Philharmonie, der Staatsbibliothek, am Potsdamer Platz und so weiter. Die Linien 100 und 200 fahren mit Doppeldeckerbussen und vom oberen Deck aus hat man einen guten Ausblick. Wenn einen etwas interessiert, kann man aussteigen und später mit einem anderen Bus die Fahrt fortsetzen.

Kurz vor 20 Uhr haben wir uns auf den Weg zum Flughafen Tegel gemacht und sind anschließend wieder nach Hause geflogen. Wir hatten ja nur Handgepäck und ich habe vor der Reise den Online-Einchecken von Tuifly genutzt, wir mussten also erst 30 Minuten vor Abflug am Gate sein. 

 

Unser Tag in Berlin war nicht so teuer: 6,10 Euro und 4,40 Euro für die Fahrkarten. Damit sind wir – egal ob mit Bus, Metro, S- oder U-Bahn – den ganzen Tag unterwegs gewesen, inklusive die Fahrten vom und zum Flughafen Tegel. Und wir waren sehr viel unterwegs, hauptsächlich mit den Buslinien 100 und 200.

Bevor wir nach Berlin gefahren sind, habe ich mich auf der Internetseite der Berliner Verkehrsbetriebe schlau gemacht. Hier kann man Liniepläne, Buslinienpläne, Haltestellenumgebungspläne und vieles mehr herunterladen und man findet alles über Fahrkarten und Preise.

Da wir Berlin ja „von außen“ erkundet haben, haben wir nur die Tickets für den Fernsehturm (zusammen 14 Euro) und die Schiffsfahrt (auch zusammen 14 Euro) bezahlt. Dazu kommt noch Geld für Postkarten, Eis, Snacks und Getränke. Insgesamt sind wir mit nicht ganz 70 Euro ausgekommen. Das geht für einen Tag zu zweit in Berlin, finde ich. Zumindest ist es eine gute Alternative, wenn man keine mehrtägige Reise machen kann oder möchte.

Wir haben sehr viel gesehen, sind sehr viel unterwegs gewesen und haben viele Fotos gemacht. Mia war noch nie zuvor in Berlin. Ihr hat es sehr gut gefallen und wir haben viele schöne Eindrücke mit nach Hause genommen. Mir war es wichtig, dass sie die wichtigsten Stationen unserer Hauptstadt einmal sieht, dass sie durchs Brandenburger Tor geht, dass sie vor dem Reichstag steht, dass die eben sieht, was unsere Hauptstadt ausmacht, wo so viel deutsche Geschichte geschrieben wurde und wird.

Wenn sie etwas älter ist, werden wir ein paar Tage in Berlin verbringen und uns die Stadt intensiver ansehen und erleben. Aber für einen Tag Berlin hat Mia ganz schön viel gesehen. Und ich habe über die vielen Veränderungen gestaunt. Was da in den letzten paar Jahren alles gebaut wurde!. Berlin hat sich verändert, ist aber weiterhin eine Reise wert, finden wir.

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