Am heutigen Sonntag hat in Waldenbuch (Kreis Tübingen, Baden-Württemberg) die Krippenausstellung im Museum für Volkskultur angefangen. Bis zum 2. Februar 2010 sind die im ganzen Museum verteilten Krippen zu sehen. Wir waren letztes Jahr auch schon bei dieser Krippenausstellung und waren ganz begeistert.
Das Museum für Volkskultur ist eine Zweigstelle des baden-württembergischen Landesmuseums und im Schloss in Waldenbuch untergebracht. Das Schloss als Museum an sich ist schon sehr interessant und die Räume und Außenanlagen sehr schön.
Hier sieht man den Flur hinter dem Eingangsbereich. Überall im Museum verteilt gibt es Sitzgelegenheiten, falls einem mal nach Ausruhen zumute ist.
Der erste Gang führt uns eigentlich immer ins Untergeschoss zum Krämerladen. Das ist zum Beispiel ein Regal mit Stoffen aufgebaut und davor stehen viele Kisten und Kästen, wie sie früher in einem Krämerladen in Gebrauch waren.
Besonders gut gefällt uns dieser große Schubladenschrank. Am liebsten würden wir mal alle möglichen Schubladen aufziehen und nachsehen, ob da was drin ist. Da wird man einfach neugierig, wenn man davor steht.
In der Ausstellung werden viele Alltagsgegenstände gezeigt. Hier zum Beispiel sieht man hölzerne Kochlöffel in unterschiedlichsten Abnutzungsformen. Der ganz rechts ist eigentlich nur noch ein Holzstab, so abgenutzt ist er. Sparsame Schwaben … oder bettelarme Schwaben?
Hier stehe ich gerade auf dem Treppenaufgang zum 2. Obergeschoss und schaue auf die bunten Blech-Reklametafeln aus früheren Tagen.
Hier sieht man, wie eine der Krippen in die Ausstellung integriert ist. Es gibt Krippen aus vier Jahrhunderten zu sehen. Viele große Krippen mit aufwändig gestalteten Figuren, Kostümen und Szenebildern sind zu bestaunen.
Links im Gang hängen verzierte Feierabendziegel und man kann an den Wänden die Bemalung der Gänge des Schlosses gut erkennen.
Nun sind wir im Sonderausstellungsraum angelangt. Hier sind viele moderne Krippen ausgestellt, zum Beispiel die Playmobil-Krippe, die Überraschungsei-Krippe oder hier im Bild die Alessi-Krippe aus dem Jahr 2008.
Diese Krippe hat uns besonders gut gefallen, weil sie inmitten einer so schönen Schnee-Wald-Landschaft aufgebaut ist.
Auch eine ganz moderne Krippe ist hier zu sehen: Holzblöcke, bezeichnet mit den Namen der Personen und der Tiere. Da ist die Krippe auf das Wesentlichste reduziert und hat Symbolcharakter. Man hat aber das traditionelle Krippenbild im Kopf und setzt deshalb diese Holzblöcke automatisch in Bezug dazu, finde ich.
Und weiter geht es durch die Ausstellung, es gibt noch so viel zu sehen. Zum Beispiel dieses idealisierte Plakat mit den Kindern, die sich über die Puppenküche, das Schaukelpferd, die Trommel, viele Bauklötze und das Bilderbuch freuen.
An diesem Geschirr bleibe ich jedes Mal gerne stehen. „Volksgeschirr“ ist es bezeichnet. Für mich weckt es Erinnerungen an meine Kindheit. Meine Großmutter hatte genau so eine rot-gepunktetes Kanne in Gebrauch, aus der sie mir immer ein Glas Milch einschenkte. Kindheitserinnerungen …
Mit diesem Foto möchte ich den Bericht über den Museumsbesuch beenden. Es zeigt schöne alte Backformen aus Kupfer und Blech.
Es gibt noch so viel mehr zu sehen in diesem Museum, am allerbesten schaut man sich das selbst mal an.
Verbinden lässt sich dieser Museumsbesuch mit einem Besuch des Museum Ritter und des Schoko-Ladens von Ritter Sport (auch Sonntags geöffnet). Beides ist nicht mal einen Kilometer vom Museum entfernt.
Übrigens: Der Waldenbucher Weihnachtsmarkt findet am 4. und 5. Dezember 2009 statt.
Weblinks & eigene Links:
Unser Besuch im Museum für Volkskultur im Dezember 2008
Weihnachtsmarkt 2008 in Waldenbuch
Unser Besuch bei Ritter Sport im Dezember 2008



























